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Panthenol

Dexpanthenol (auch als Panthenol bezeichnet) ist eine chemische Verbindung, die zu den Polyolen und Amiden zählt. Die Verbindung wird seit langem als Wirkstoff arzneilich in der topischen Behandlung von Erkrankungen der Haut und Schleimhäute und kosmetisch in der medizinischen Hautpflege verwendet. Dexpanthenol wird im Körper zu Pantothensäure umgewandelt. Pantothensäure ist ein Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine (Vitamin B5). Dexpanthenol ist besonders unter den Handelsnamen Bepanthen und Bepanthol bekannt.
Pantothensäure spielt eine wesentliche Rolle im Hautstoffwechsel. Dexpanthenol wird in Wasser-Öl-Emulsionen gut von der Haut aufgenommen und reichert sich am Anwendungsort an. Es erhöht das Feuchthaltevermögen der Haut und hat somit pflegende Eigenschaften und verbessert die Elastizität der Haut.Es unterstützt die Neubildung der Hautzellen und trägt so zur Regeneration bei.Darüber hinaus hat Dexpanthenol auch juckreizlindernde, entzündungshemmende und wundheilungsfördernde Eigenschaften.
Der Wirkstoff wird von vielen Herstellern als Inhaltsstoff für Hautcremes und Salben oder auch für Lutschtabletten, Nasensprays, Augentropfen und Kontaktlinsen-Reinigungsprodukte verwendet. Des Weiteren wird Panthenol zur Abheilung neu gestochener Tätowierungen verwendet.

Permanent Make-up

Permanent Make-up, Lidstrich

Permanent Make-up (PMU) ist die Bezeichnung für spezielle kosmetische Tätowierungen im Gesicht, durch die permanent haltbare künstliche Lidstriche oder Lippenkonturen erzeugt werden. Permanent Makeup ist eine dauerhafte Konturierung und-/oder Ausfüllung durch mikrofeine Farbpigmente von Augenbrauen, Eyeliner oder Lippen. Mit dauerhaft ist hier jedoch nicht die lebenslange Konturierung bzw. Auffüllung gemeint. Vielmehr ist davon auszugehen, dass je nach Hauttyp eine effektive Haltbarkeit von bis zu zehn Jahren erreicht wird, bevor das Permanent Make-up aufgefrischt werden muss. Beim Pigmentieren werden Farben mit einer feinen Nadel in die obersten Hautschichten implantiert. Diese Nadeln sind hauchdünn, so dass Hautstress und Irritationen zum größten Teil vermieden werden. Die verwendeten Farben unterliegen einem hohen Qualitätsstandard. Sie sind toxikologisch und mikrobiologisch getestet und müssen über eine gesetzlich bestimmte Chargennummer verfügen.

Da das Permanent Make-up im Allgemeinen forthaltendem Tageslicht ausgesetzt ist, zersetzten sich die chemischen Farbstoffe unter dem UV-Anteil des Sonnenlichts deutlich schneller als die einer regulären Tätowierung, die nicht ständigem Lichteinfall ausgesetzt ist, und das Permanent Make-up verblasst nach einiger Zeit und verändert dabei auch seine ursprüngliche Farben.
Zu Permanent Make-up zählen:

  • Augenbrauen – Kontur formen, auffüllen, betonen
  • Wimpernkranzverdichtung - Lidstrich zwischen den Wimpernhärchen
  • Lidstrich - feine bis starke Linien für Eyeliner
  • Lippliner - Kontur formen, vergrößern oder verkleinern
  • Lippenfarbauffüllung - Lippen voll ausfüllen
  • Brustwarzenneugestaltung – Brustwarzenimitation
  • Schönheitsfleck anbringen

Bei Menschen, die an Infektionskrankheiten (HIV, Hepatitis), Diabetes, Hämophilie erkrankt sind, die Allergiker sind und auch bei Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten soll im Allgemeinen aus gesundheitlichen Gründen kein Permanent Make-up angefertigt werden. Zu den Risiken gehören Spannungsgefühl, Rötung, Schwellung, Lymphaustritt nach dem Eingriff, Entzündung, Infektionen, bleibende Narben, allergische Hautreaktion und Ausbruch von Lippenherpes.
Eine Alternative stellt die Pigmentierung mittels Mineralfarbstoffe dar, die sich nicht zersetzen und somit ihre ursprüngliche Farbe behalten und außerdem weder allergen noch krebserregend wirken. Die Mineralfarbstoffe werden mit der Zeit aus den Zellschichten ausgeschwemmt und erfordern nach einigen Jahren eine Nacharbeit. Dass die Pigmentierung (auch Dauer-Make-up genannt) nicht lebenslang sichtbar ist und der ursprüngliche Farbton beim Ausschwemmen erhalten bleibt, wird gegenüber der herkömmlichen Methode als Vorteil gewertet. Dem gegenüber stehen mehr Aufwand in der Nachpflege und höhere Farbstoffkosten.

Quelle:de.wikipedia.org/wiki/Permanent_Make-up | Fotolia Bild Nr.38125221- Autor: © chrisart

Plastische Chirurgie

Plastische Chirurgie - griech. plattein - bilden, formen, gestalten- handelt es sich um jede Form von Chirurgie, die aus funktionellen oder ästhetischen/kosmetischen Gründen Veränderungen an den Organen oder der Körperoberfläche vornimmt.

Hauptrichtungen
Man unterscheidet zwischen den Hauptrichtungen

  • Ästhetische Chirurgie
    Darunter fasst man formverändernde Eingriffe zusammen, deren Indikationen nicht medizinisch, sondern ausschließlich durch den Wunsch des Patienten bestimmt sind. Sie sind umgangssprachlich auch als „Schönheitsoperationen“ bekannt und haben die Verbesserung des Erscheinungsbildes zum Ziel. Ästhetische Chirurgie ist keine Neuerfindung des 20. Jahrhunderts, sondern schon seit mindestens 1400 Jahren bekannt, erlebte ihren Aufschwung allerdings erst im 19. Jahrhundert.
  • Rekonstruktive Chirurgie
    stellt verlorengegangene Funktionen des Körpers, z. B. infolge von Verletzungen, Tumorentfernungen oder Fehlbildungen, operativ wieder her. Typische Operationen sind Defektdeckungen durch Gewebeverschiebungen oder -verpflanzungen, Nervenverpflanzungen oder Sehnenumlagerungen. Wesentliche Grundlage für diese Maßnahmen ist heutzutage die Mikrochirurgie; rekonstruktive Maßnahmen in der plastischen Chirurgie sind seit über 1500 Jahren bekannt.
  • Verbrennungschirurgie
    beschäftigt sich mit der Akut- und Intensivbehandlung der Verbrennungen in spezialisierten Verbrennungszentren und der Behandlung der Verbrennungsfolgen. Hierbei kommen v. a. Methoden der rekonstruktiven Chirurgie zum Einsatz.
  • Handchirurgie
    ist ein eigenes (fächerübergreifendes) Spezialgebiet in der Plastischen Chirurgie, der Unfallchirurgie und der Orthopädie. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Behandlung von Verletzungen, Fehlbildungen und Erkrankungen der Hand und des Unterarms. Zusätzlich kommt hier die Mikrochirurgie zum Einsatz, z. B. ist sie bei Replantationen, wesentlicher Bestandteil.

Podologie

Medizinische Fußpflege - Podologie.
Siehe Fußpflege

Poland-Syndrom

Das Poland-Syndrom (1841 nach dem englischen Chirurgen Alfred Poland benannt) ist eine komplexe Fehlbildung als Folge einer fehlenden Anlage des Brustmuskel in der neunten Schwangerschaftswoche. Hierfür gibt es bisher keine erklärbare Ursache. In der Regel liegt ein einseitiges partielles oder vollständiges Fehlen des Musculus pectoralis major und der Brustdrüse vor. Die Brustwarze ist in aller Regel regelrecht angelegt. Beim klassischen Polandsyndrom kann begleitend eine Anomalie der Hand sowie ev. ein Nierendefekt auf der betroffenen Seite vorliegen. Für die Diagnose ist dies jedoch nicht obligat. Die Wahrscheinlichkeit eines Poland-Syndrom liegt je nach Ausprägungsintensität zwischen 1:20.000 und 1:100.000.

Protein

Proteine oder Eiweiße (seltener: Eiweißstoffe) sind aus Aminosäuren aufgebaute biologische Makromoleküle. Proteine finden sich in allen Zellen und verleihen ihnen nicht nur Struktur, sondern sind auch „molekulare Maschinen“, die Zwischenprodukte transportieren, Ionen pumpen, chemische Reaktionen katalysieren und Signalstoffe erkennen

Funktionen von Proteinen im Organismus
Proteine können im Organismus folgende, sehr spezielle Funktionen haben:
Schutz, Verteidigung gegen Mikroorganismen, Antikörper (extern und intern) dienen zur Abwehr von Infektionen.

Körperstruktur, Bewegung

  • Kollagene, die bis zu 1/3 des gesamten Körperproteins ausmachen können, sind Strukturproteine der Haut, des Bindegewebes und der Knochen. Als Strukturproteine bestimmen sie den Aufbau der Zelle und damit letztlich die Beschaffenheit der Gewebe und des gesamten Körperbaus.
  • In den Muskeln verändern Myosine und Aktine ihre Form und sorgen dadurch für Muskelkontraktion und damit für Bewegung.
  • Keratinstrukturen wie Haare/Wolle, Hörner, Nägel/Klauen, Schnäbel, Schuppen und Federn

Reservestoff
Als Reservestoff kann der Körper Proteine im Hungerzustand als Energielieferanten verwenden. Dabei können die in Leber, Milz und Muskeln gespeicherten Proteine nach Proteolyse und Abbau der entstehenden Aminosäuren zu Pyruvat entweder zur Glukoneogenese oder direkt zur Energiegewinnung genutzt werden.

Psoriasis / Schuppenflechte

siehe Schuppenflechte